Wenn man nicht kann, wie man will …

… dann muss man einfach einen Kompromiss finden, mit dem man annähernd zufrieden sein kann. Für heute habe ich einen Weg gefunden, zwei akut wichtige Dinge unter einen Hut zu bringen: Lernen für meine Medienfachwirt-Prüfung am 4./5. Mai und Trainieren für das 24-Stunden-Bloggerwandern am Moselsteig.

An die ungläubigen Blicke habe ich mich mittlerweile gewohnt, wenn ich erkläre auf was ich mich gerade mental vorbereite. Mental, weil ich körperlich einfach noch nicht fit bin. Mein Rücken ärgert mich und zwingt mich zur Bewegungslosigkeit. Aus Erfahrung weiß ich, dass mentale Stärke so manches Hindernis überwinden kann. Deswegen trainiere ich viel „im Kopf“.

Heute ist also der erste Tag nach meinem Hexenschuss, an dem ich wieder eine längere Strecke laufen möchte. Da ich heute eh nicht ausgeschlafen habe (hatte gestern einen Einsatz als DJ) und entsprechend k.o. bin möchte ich versuchen beim Wandern meinen Kopf etwas frei zu bekommen, um ihn mit neuem Lernmaterial füttern zu können. In den Sozialen Netzwerken wird schon fleißig berichtet wer gerade wo eine Trainingswanderung macht. Es belastet mich ein wenig, nicht in gleichem Maße mitziehen zu können. So viele Ideen, die ich gerade nicht verwirklichen kann …

Nun denn, ich packe jetzt mal meinen neuen Rucksack (danke Marmot), allerdings nicht mit Wanderkrimskrams, sondern mit Taschenrechner, Kalkulationsbüchern, Ordnern und meinem iPad, das voll ist mit Prüfungsaufgaben zum Üben. Vom Gewicht her dürfte das alles in etwa so schwer sein wie meine Fotoausrüstung, nur nicht ganz so reizvoll. Zunächst werde ich 20 km Richtung Herxheim laufen zu meiner Familie, dort mache ich Rast zum Lernen, dann möchte ich einfach wieder zurücklaufen nach Klingenmünster, am besten, wenn es schon dunkel ist, damit ich ein besseres Gefühl für das Nachtwandeln bekomme. Auf dem Rückweg werde ich mir Kosten- und Leistungsmanagement per Hörbuch reinziehen und dabei Natur genießen. Wenn allerdings mein Rücken so gar nicht mitspielen will, werde ich es bei der einen Wanderung belassen. Den Rat meines lieben Chiropraktikers nehme ich mir nämlich zu Herzen: „Erkenne deine Grenzen bevor dir dein Körper die Grenzen zeigt!“

Also, dann mal los!