Herzschmerz auf der Grevenburg

Es war die richtige Entscheidung die Etappe nach Traben-Trarbach mit der Moselweinbahn zu fahren. Das Wetter war heute unberechenbar. Angekommen am Bahnhof suchte ich mir zuerst mal ein Café, um gemütlich einen Cappuccino zu trinken. Noch hatte ich keinen Plan, wie ich zu einer Unterkunft komme. Fragen schadet nix, dacht‘ ich mir und sprach die Bedienung an. Prompt hatte sie eine Idee und verschwand für einen Moment.

„Wie ist denn ihr Name?“ ruft sie aus dem Büro, „Ich hätte da ein Zimmer für sie, privat, für 25 €“. Gebongt. Jetzt hab ich ein kleines Zimmerchen in einem uralten Weingut (oder so was in der Art). Toilette auf’m Flur, Waschbecken neben dem Bett. Auf dem Jakobsweg hab ich immer so gar keine Ansprüche. Hauptsache ein sauberes Bett, bissl Wärme und eine Toilette in der Nähe.

Da es noch früh am Tag war, beschloss ich, zur Grevenburg hoch zu wandern. Ein Bauchgefühl. Dort oben war ich vor ungefähr einem Jahr zum ersten Mal, im Rahmen der 24-Stunden-Bloggerwanderung von Bernkastel-Kues. Oben angekommen tat mir das Herzel ein bisschen weh, weil ich an die lieben Menschen denken musste, die ich damals kennenlernte, zu denen ich zwar bis heute noch Kontakt habe, sie aber seitdem noch nicht wieder persönlich getroffen habe. Wie zwei Tage doch so eine kleine Truppe zusammenschweißen kann. Noch heute – und gerade heute – denke ich mit ein klein wenig Wehmut an unsere gemeinsame Wanderung. Das heutige Foto schenke ich EUCH, in Erinnerung an ein wundervolles Wochenende (trotz Strapazen): Fotografische Reisen und Wanderungen WellSpa-Portal gehlebt.at Hiking Blog HikeKarin Outdoorsüchtig.de Hans-Joachim und Magnus.

Bis morgen,
gute Nacht!