Von Alm zu Alm im Großarltal

Nationalpark Hohe Tauern

Gast zu sein im Hotel Alte Post in Großarl bedeutet, Familienanschluss, Geselligkeit am Kaminfeuer und Genusswandern. Für mich sind das ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Wanderurlaub. Das Großarltal liegt etwa 70 Kilometer von Salzburg entfernt. In keinem anderen Bundesland in Österreich gibt es so viele bewirtschaftete Almen wie im Salzburger Land. Zu dem Beinamen „Tal der Almen“ kam das Großarltal aufgrund seiner hohen Almdichte. Hier bieten rund 40 Almhütten Einkehrmöglichkeiten mit regionalen Spezialitäten aus eigener Herstellung. Am Eingang zum Nationalpark Hohe Tauern gelegen, bietet das Großarltal alles, was zu einem Bergurlaub gehört: ein gut strukturiertes Wanderwegenetz, idyllisch gelegene Bergseen, urige Hüttenkultur und das Erlebnis von unberührter Natur.

 

Familienbetrieb im Herzen von Großarl

Bereits in vierter Generation betreibt die Familie Knapp das Wanderhotel Alte Post im Zentrum von Großarl. Mein erster Wanderurlaub in dieser Region war 2016 und ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich die Hotellobby zum ersten Mal betrat: eine herzliche Begrüßung von Seniorchef Toni Knapp, gemütliche Sofas, knisterndes Kaminfeuer – hier war ich am richtigen Platz. Jetzt, ein Jahr später, sitze ich erneut auf der bequemen Couch und unterhalte mich Hotelgästen, die ich tagsüber während der geführten Wanderung kennengelernt habe. Überhaupt ist die Hotellobby mein Lieblingsplatz. Es ist eine Begegnungsstätte, die viel Raum für Kommunikation bietet. So etwas liebe ich. Und das, so finde ich, macht dieses Hotel besonders.

 

Wanderurlaub mit erfahrenen Wanderführern

Besonders sind auch die geführten Wanderungen, die fünf- bis sechsmal die Woche angeboten werden. Sechs geprüfte Wanderführer, darunter Seniorchef Toni und seine Frau Maria, sorgen für ein erlebnisreiches Wanderprogramm, das für Genusswanderer und für sportlich ambitionierte Wanderer gleichermaßen geeignet ist. Die Wanderungen sind so geplant, dass man danach noch genügend Zeit hat das Dorf zu erkunden oder sich im hoteleigenen Wellnessbereich zu entspannen.

Wenn ich auf die Wanderungen zurückblicke, die ich mit Toni und seinem Team gemacht habe, kann ich nicht sagen, welche mir am besten gefallen hat. Jede Wanderung hatte ihren eigenen Charme mit unvergesslichen Momenten und Erlebnissen.

„Über den Dingen stehen, dem Alltag für eine zeitlang entfliehen, die Schönheit der Heimat genießen. Das würde ich wohl am ehesten beschreiben, warum ich so gerne in unserer Natur unterwegs bin.“ Christina Knapp

Wanderung auf dem Salzburger Almenweg

Eine etwa 10 Kilometer lange Wanderung auf dem Salzburger Almenweg unternahm Wanderführerin Maria Hettegger mit uns, einer zehnköpfigen Hotelgast-Wandergruppe. Das Wetter war zwar ungemütlich, doch tat es unserer Wanderlaune keinen Abbruch. Losmarschiert sind wir an der Breitenebenalm, von dort weiter zur Großwildalm. Steil ging es den Berg hinauf, durch eine wunderschöne Berglandschaft mit rot blühenden Alpenrosen. Auf 2004 Metern Höhe erreichten wir das Gipfelkreuz auf dem Penkkopf. Schlagartig wechselte das Wetter von Sonnenschein auf schwarze Wolken mit Nieselregen. Ganz schön zugig und kühl war es plötzlich dort oben. Hätte ich Handschuhe dabei gehabt, hätte ich sie glatt angezogen – mitten im Hochsommer!

Im Regen stiegen wir ab zur Karseggalm. Mit über 400 Jahren ist sie die älteste Hütte im Großarltal. Auf einer offenen Feuerstelle wird hier seit Generationen noch täglich gekocht und gekäst. Urgemütlich ist es im Innern. In Wolldecken gehüllt saßen wir zusammen am Tisch und haben uns die köstlichen Brettljausen schmecken lassen. Stundenlang hätte ich in der Hütte sitzen können. Bevor wir uns wieder auf den Weg machten, bekam jeder von uns noch einen „Goggei“ – einen selbstgemachten Eierlikör. Lecker! Der Besuch dieser Hütte war ein tolles Erlebnis und gut gelaunt traten wir den Rückweg an, zurück zur Breitenebenalm, dem Ausgangspunkt unserer Wandertour.

Interview mit Maria Hettegger:

So wird auf der Karseggalm gekäst:

Wanderpass & Wanderabzeichen

Eine schöne Erinnerung an den Wanderurlaub im Großarltal: Auf den Almen und Gipfeln im Großarltal gibt es Stempel zum Sammeln. Je nachdem wie viel man im Wanderpass gesammelt hat, erhält man am Ende des Urlaubs ein Wanderabzeichen. Bekommt man in einem Urlaub nicht alle zusammen, sammelt man eben beim nächsten Aufenthalt weiter. Denn so viel steht fest: Wanderurlaub bei Toni schreit nach Wiederholung.

Sammeln wird belohnt

Mein Aufenthalt im Großarltal fand auf Einladung vom Hotel Alte Post in Großarl statt. Vielen Dank an dieser Stelle für die hervorragende Betreuung. Meine Berichterstattung hat dies in keiner Weise beeinflusst. Ich behalte mir vor, authentisch und ehrlich über meine Wanderungen und Aufenthalte zu schreiben.

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