Gsieser Talblickweg – eine entspannende Wellnesswanderung

So eine Bloggerreise kann ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenn man wie wir – Katja vom WellSpa Portal und ich – drei Destinationen auf dem Reiseplan stehen hat. Unsere erste Station war das schöne Gsiesertal in Südtirol. Das Spa & Wellnesshotel Quelle in Val Casies (Bozen) hatte uns für drei Tage eingeladen die Region zu erkunden. Auf unserem Plan standen der Kronplatz, der Antholzsee und der Pragser See. Und während Kollegin Katja das Wellnessprogramm testete, unternahm ich eine kleine Abendwanderung auf dem Gsieser Talblickweg. Zugegeben, der riesige Wellnessbereich des Hotels war schon sehr verlockend, doch … ich war zum Wandern hier!

Da es schon später Nachmittag war, entschied ich mich vom Hotel aus zu wandern, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Der Gsieser Talblickweg war bestens geeignet für meine Abendwanderung. Er hat nicht so viele Höhenmeter und ist in viele kurze Etappen unterteilt. Meine Route führte vom Hotel Quelle zur Talschlusshütte und wieder zurück. Immer der Abendsonne entgegen, folgte ich dem Weg mit dem weißen Punkt ein Stück durch das Tal. Meine Gedanken kreisten um die Themen „Wellness“ und „Wandern“. Wie passten diese beiden zusammen? Kann eine Wanderung auch Wellness sein, obwohl man sich anstrengt und manchmal ganz schön aus der Puste kommt? Wellness bedeutete für mich bisher Sauna, Massage, Entspannen, Klangschalen und all so was. Also Dinge, bei denen man eher passiv genießt, in Ruhe und mit wenig Bewegung. So wie ich gerade die Alm hinaufjagte hatte das nicht viel mit Wellness zu tun und ich schwor mir, für die nächste Wanderung mehr Zeit einzuplanen.

In der sogenannten goldenen Stunde erreichte ich den Waldrand und konnte einen ersten erhabenen Blick ins Gsieser Tal werfen. Das satte Grün der Wiesen, der tiefblaue Himmel mit seinen großen weißen Bauschewolken und die kleinen Dörfer boten zusammen ein atemberaubendes Panorama. Mein Schritt wurde langsamer. Die Farben waren so intensiv, dass ich wie berauscht von ihnen war. Nach gefühlten tausend Fotos packte ich meine Kamera weg. Man kann nicht immer alle Eindrücke auf einem Foto festhalten. Manchmal sollte man einen Anblick einfach nur genießen. Jetzt war Entschleunigung angesagt.

Sobald ich Waldboden unter den Füßen hatte und Bäume um mich herum, breitete sich eine gewohnte innere Ruhe in mir aus. Das sind meine kleinen magischen Momente die ich genieße, wenn ich alleine im Wald unterwegs bin. In diesen Momenten gibt es nur noch mich und den Weg, mich und die Natur um mich herum. Gedanken werden konkreter, Sorgen und Grübeleien lösen sich auf und die inneren Kräfte werden mobilisiert. Es ist eine Art Selbstheilungsprozess der da immer abläuft. Mit ruhigem Schritt wanderte ich weiter und genoss den weichen, federnden Boden und die herrlichen Ausblicke ins Tal.

Fast enttäuscht erreichte ich nach etwa 1,5 Stunden die Talschlusshütte. Die Sonne hatte sich bereits farbenfroh verabschiedet und ich trat völlig entspannt den Rückweg durchs Tal an. Jetzt wusste ich auch eine Antwort auf die Frage „Kann Wandern auch Wellness sein?“ Auf jeden Fall! Diese Tiefenentspannung, die ich nach der Etappenwanderung auf dem Gsieser Talblickweg spürte, war vergleichbar mit der nach einem ausgedehnten Saunabesuch. Der Begriff „Wellnesswanderung“ passt hier sehr gut. Selbst ungeübte Wanderer und ausgesprochene Genussreisende können diesen einfachen Weg in beliebigen Etappen erwandern – und das sogar ohne Karte.

Mein Aufenthalt im Gieser Tal erfolgte auf Einladung von Hotel Quelle – Nature Spa Resort in Gsies. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die hervorragende Betreuung!

Das Hotel mit seinen Wellnessangeboten hat die liebe Kollegin von WellSpa Portal unter die Lupe genommen. Mehr dazu erfahrt ihr in ihrem Blogartikel: „Geheimtipp in der Bergwelt Südtirols – Hotel Quelle“.

Ich behalte mir vor, absolut ehrlich und authentisch zu schreiben und zu bewerten.